Indexpolicen sind für die Altersvorsorge absolut nicht geeignet

Momentan kommt ein deutsches Versicherungsunternehmen nach dem anderen mit sogenannten Indexpolicen zur (privaten und betrieblichen) Altersvorsorge auf den Markt, allen voran die Allianz Lebensversicherung.

Da werden tolle Renditen versprochen aber leider steckt dahinter übelste Verbrauchertäuschung, wie erst Anfang März 2016 u.a. das Magazin Öko-Test (http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=107471&bernr=21) berichtete.

Der Hauptgrund für derartige Produkte liegt natürlich wie (fast) immer nicht in der Tatsache, dem Kunden eine bessere Rendite für seine Altersvorsorge zu bieten. Die Versicherungsunternehmen haben nämlich immer mehr Probleme bei einer Nullzinspolitik der EZB und ständig fallenden Überschussanteilen die sogenannten Garantiezinsen auch wirklich noch zu garantieren. Daher möchten sie immer mehr Risiken auf ihre Kunden abwälzen um sich selbst aus der Verantwortung zu ziehen.

Hier die Gründe warum man keinesfalls auf Indexpolicen hereinfallen sollte:

1.) Der Löwenanteil dieser Verträge fließt auch weiterhin in Produkte wie Bundesanleihen etc., die nahezu keine Rendite mehr erwirtschaften. Nur mit dem Unterschied, das es bei Indexpolicen noch nicht einmal mehr eine positive Garantieverzinsung gibt, sondern lediglich eine Beitragsgarantie (also 0% Zinsen) auf die Beiträge abzüglich aller Kosten. Dieses Modell gab es schon vor einigen Jahren unter dem Namen “Garantiefondskonzept” und war ein renditeschwacher Ladenhüter.

2.) Lediglich die Überschüsse, die bald ohnehin nicht mehr in den Unternehmen vorhanden sind, werden in hochspekulative (und extrem kostenintensive) außerbörsliche Indexoptionsgeschäfte investiert. Zusätzlich werden für den Kunden mögliche Gewinne sogar noch gedeckelt (“gecapt”), damit die Versicherung hier auch noch von möglichen Gewinnen profitieren kann. Gehen diese Optionsgeschäfte aber schief, werden alle Verluste dem Kunden in Rechnung gestellt.

3.)  Die Indexpolicen können also trotz sogenannter Beitragsgarantie sehr wohl eine negative Rendite aufweisen, wenn die Verluste aus den außerbörslichen Optionsgeschäften größer sind als das Kapital der Überschüsse. In vielen Fällen besteht hier nämlich eine sogenannte Nachschusspflicht auf Seiten des Optionskäufers, in diesem Falle also der jeweiligen Versicherung. Im besten Fall kann der Kunde sein eingezahltes Kapital abzüglich hoher Kosten und Gebühren wieder zurück bekommen, im schlechtesten Fall noch nicht einmal das.

Fazit:

Mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit werden die sogenannten Indexpolicen maximal 0% Rendite oder sogar Verluste ausweisen. Hinzu kommen natürlich noch Kosten und Gebühren, die bei diesen Produkten deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen dürften.

Wir hingegen empfehlen nach wie vor solide Renditen von erstklassigen internationalen Vermögensverwaltern mit einer niedrigen Risikostufe, dazu noch unbedingt eine sich an die Erhöhungen der amerikanischen Notenbank jährlich anpassende Garantieverzinsung und eine volle garantierte Rückerstattung aller mit diesem Altersvorsorgeprodukt entstehenden Kosten. So kann man auch in Phasen der EZB Nullzinspolitik einen Zinseszins- bzw. Renditeeffekt bekommen und vor der Altersarmut in Zukunft geschützt sein.