Vorschläge für eine echte Rentenreform

Nachdem in den letzten 10 Jahren allein schon durch die Nullzinspolitik der EZB über 600 Mrd. Euro den deutschen Sparern verloren ging, wird in der Politik mal wieder über eine Rentenreform nachgedacht. Dabei findet man häufig in der Presse Aussagen, die Rente soll, natürlich ohne deutlich höhere Rentenbeiträge sondern mit vielen Milliarden Steuergeldern, bis 2025 bzw. 2040 bei 48% vom letzten Nettoeinkommen stabil gehalten werden. Woher kommt denn eigentlich die Zahl 48%? Bei dieser Zahl handelt es sich um den sog. Mustereckrentner, also einer fiktiven Person, die 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenkasse (GRV) eingezahlt hat, wohl gemerkt bei jährlich steigenden Beiträgen. Dies trifft noch nicht einmal auf 5% der Bevölkerung zu, die bereits heute meist nur zwischen 35-40% ihres letzten Monatseinkommens aus der GRV erhält. Wenn die “Babyboomer” in den nächsten Jahren in Rente gehen, werden es realistischerweise nur noch 33% oder weniger sein. Ein sehr wahrscheinlich zu erwartender Rückgang der deutschen Wirtschaftskraft ist dabei noch nicht einmal einkalkuliert.

Wie würde also eine dringend notwendige echte Rentenreform aussehen?

Sie sollte auf drei Säulen aufbauen: der GRV, der Bruttorente (bei Angestellten ist dies heutzutage die betriebliche Rente BAV) und der privaten Vorsorge. Aus jedem dieser Bausteine entsteht dann ein Drittel der benötigten Rente, wobei lediglich die private Vorsorge so flexibel ist, das man im Notfall auf ihr Kapital jederzeit zugreifen kann. Die anderen beiden Formen sind erst ab dem 62. Lebensjahr verfügbar. Die Bruttorente ist ausgestattet mit der Option Einmalauszahlung oder Verrentung.

1.) Die GRV (gesetzliche Rentenversicherung): hier sollte zuerst einmal die Einnahmebasis deutlich verbreitert werden. D.h. auch heutige Beamte sollten einzahlen ebenso wie Selbstständige. Dies würde natürlich nur über eine Reform des Beamtenstatus gehen, wobei ähnlich wie in der Schweiz nur Personen mit hoheitlichen Aufgaben noch einen Beamtenstatus mit späterer Pension erhalten. Dadurch würde auch die zunehmende Problematik der sog. ungedeckten Beamtenpensionen entschärft. Statt einer Erhöhung des Beitragsniveaus, welches ohnehin schon zu den höchsten der Welt zählt, sollte eher eine langfristige Senkung angestrebt werden. Diese ist allerdings nur mit weiteren Maßnahmen möglich. Hierzu zählt die Rentenauszahlungsgrundlage. Einen echten Rentenanspruch, also eine Mindestrente von derzeit etwa 1000 Euro vor Steuern im Monat, von der man auch tatsächlich leben kann, sollte erst bezahlt werden, wenn mindestens insgesamt 8 Jahre lang auch Beiträge in die GRV einbezahlt wurden. Darüber hinaus wären alle Beiträge kapitalgedeckelt. Wer also mehr einzahlt bekommt auch mehr Rente, ohne das quersubventioniert würde. Die komplizierte Punkteberechnung sollte komplett abgeschafft werden. Sie kostet nur viel Bürokratiekosten und schafft keine Transparenz. Personen, die Kinder aufgezogen haben sollten pauschal 10% Zuschlag zu ihrer Rente erhalten, als Ausgleich für die Kindererziehungszeiten. Als Kapitalanlage muss auch in der GRV eine deutlich höhere Investmentquote bzw. Aktienquote einfließen, da sonst nur noch negative Renditen erwirtschaftet werden. Dafür sollte eine Drittel der GRV Rücklage in einen sog. strategischen Staatsfonds fließen, wie sie erfolgreiche Länder wie z.B. Norwegen u.v.a. schon haben. Diese Investments können auch nach ökologischen Aspekten und z.B. zur Sicherung von Rohstoffquellen dienen, wie z.B. bei der Batterieherstellung. So ein Staatsfonds ist also nicht nur strategisch wichtig, er erhöht auch die Gesamtrendite der GRV deutlich und vermeidet dadurch Beitragssatzerhöhungen. Der Steuerabzug der Renten sollte direkt bei dem Rentenversicherungsträger erfolgen, sofern der Rentner keine weiteren nennenswerten Einnahmen z.B. aus Kapitalanlagen oder Vermietung und Verpachtung hat. Dies würde zu erheblich weniger Bürokratie und Kosten führen und wäre zudem für ältere Rentner sozialer. Wer will sich mit 80 Jahren noch mit einer Steuererklärung herumschlagen müssen?

2.) Die Bruttorente: vielen Menschen ist diese Bruttorente bereits als BAV Direktversicherung in der betrieblichen Altersvorsorge bekannt. Hier gibt es nur leider neben der praktischen Direktversicherung noch fünf weitere komplizierte Durchführungswege, inkl. der neuen Nahles Zielrente im BRSG. Dies schafft wieder nur Verwirrung, hohe Bürokratiekosten und hat keinen praktischen Nutzen für die zukünftigen Rentner. Es genügt also vollkommen, wenn der Arbeitgeber vom Gehalt einen Bruttobetrag von idealerweise 260 Euro/Monat (entspricht etwa 100 Euro netto) in eine BAV Direktversicherung überweist. Die Haftung für den Arbeitgeber sollte nur für die korrekte monatliche Überweisung gelten, solange er ein zertifiziertes sicheres BAV Produkt ausgewählt hat. Eine strikte Trennung von Unternehmen und dem Versicherungsunternehmen ist zu beachten, da kein noch so gutes Unternehmen Betriebsrenten für die nächsten 30 Jahre garantieren kann. Man sieht das in der derzeitigen Nullzinsphase bei vielen DAX Konzernen, die Milliarden nachschießen müssen um ihre ungedeckten Betriebsrenten wenigstens halbwegs zu stabilisieren. Das Geld fehlt allerdings dann im Unternehmen bei den Investitionen wieder. Wichtig: die Bruttorente sollte verpflichtenden Charakter ab dem ersten Arbeitstag haben und auch für Selbstständige durch einen Steuerabzug möglich sein. Bei der Verrentung ist die Rente dann voll steuerpflichtig. Der Krankenkassenbeitrag und Pflegeversicherungsbeitrag sollte aber halbiert werden, was derzeit in der Politik ja auch schon gefordert wird.

3.) Die private Vorsorge: ca. 5% des Monatsnettoeinkommens sollte zusätzlich noch in eine private Vorsorge investiert werden. Hierzu können auch bis zu 50% Immobilieneigentum zählen. Da man aber als Rentner oftmals keine Hypothekendarlehen aus Altersgründen mehr bekommt und die in die Jahre gekommene Immobilie auch ab und zu renoviert werden muss, ist trotzdem ausreichend Liquidität wichtig. Als private Altersvorsorge dienen alle Kapitalanlagen (außer natürlich der graue Kapitalmarkt), die eine Mindestverzinsung bzw. eine Beitragsgarantie bieten. Reine Aktienfonds können als Beimischung dienen, aber nicht zu mehr als 35%. Und die Kosten sollte man im Griff haben, da sonst über die Jahre viel Geld verloren gehen kann –> Kostenrechner von KOSTENEX auf unserer Startseite. Bis zu 10% können auch spekulativ angelegt werden oder in physisches Gold investiert werden.

 

Allzeithochs an den Börsen – und wieder nicht dabei?

Noch immer legen 40% der Deutschen ihr Geld in Spareinlagen zu meistens 0% Rendite p.a. an. Immerhin sind das rund 2 Billionen Euro.

Und das Märchen, das Immobilien alternativlos seien und Sparbücher als sicher angesehen werden hält sich weiter hartnäckig in der Bevölkerung.

Auch das u.a. die Schweizer Großbank UBS in großen Studien vor einer Immobilienblase in Deutschland warnt (München liegt hier von allen Großstädten der Welt auf Platz 2 bzgl. des Crashpotenzials), und das bei Sparbüchern die Einlagensicherung, also die nicht rechtlich einklagbaren Ansprüche gegen eine “kleine” Berliner GmbH, nur auf maximal 100.000 Euro mittlerweile begrenzt sind, stört offensichtlich auch niemanden.

Die Politik erklärt denn auf fleißig, das Aktien nur etwas für Zocker und böse Spekulanten wären. Eine Förderung der Mitbeteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmen durch Aktien ist ebenso verpönt wie eine Erhöhung der Aktienquote z.B. bei Lebensversicherungen oder eine steuerliche Förderung von Kleinaktionären.

Deutschland hatte 2016 eine direkte Aktienquote von 6% der Bevölkerung. Wenn man noch die indirekten Aktienfonds (ca. 7%) abzieht, dann besitzen rund 87% der Deutschen nicht eine einzige Aktie und jedes neue Allzeithoch an den Börsen kann diese 0% Sparer nur weiter ärgern. Das Ergebnis war schon oft das gleiche in der deutschen Börsengeschichte: da man grundsätzlich eine niedrige oder keine Aktienquote propagierte, sprangen dann etliche “Möchtegern” Aktionäre erst auf den Börsenzug auf, als dieser schon kurz vor dem Crash stand. Das man dann von Aktien enttäuscht wird, sollte jedem klar sein. Schlaue Investoren kaufen regelmäßig Aktien, z.B. durch Sparpläne, und nicht nur zu den Höchstständen.

Die direkte Aktienquote (im Jahr 2016) in anderen Ländern sieht dagegen wie folgt aus:

  • Schweden 19%
  • Schweiz 20%
  • UK 23%
  • USA 25%

Das z.B. Engländer oder Amerikaner in den letzten Jahrzehnten 3-4mal mehr Vermögen aufbauen konnten als die Deutschen, wundert daher niemanden. Und das obwohl deutsche Sparer viel mehr Geld im Monat für ihre Sparverträge aufgewendet hatten. In den letzten 100 Jahren konnte man in jedem 10 Jahres Abschnitt mit Aktien ein Vielfaches mehr verdienen als mit festverzinslichen Geldanlagen. Das galt sogar während des 2. Weltkrieges.

Ein Umdenken ist also dringend erforderlich, insbesondere in Bezug auf die zukünftige (private) Rente.

Eine private Rente kann man nur dann sinnvoll aufbauen, wenn diese einen wirkungsvollen Zinseszinseffekt beinhaltet.

Dieser geht bei einer Rendite von 3% p.a. nach Kostenabzug los.

Eine Rendite unter 3% p.a., egal ob mit Immobilien, Lebensversicherungen oder Sparbüchern ist schlicht weg Unsinn und wird nie das Kapital nennenswert vermehren.

Zumal auch in Deutschland Renditen über 3% p.a. möglich sind, z.B. nach dem sicheren UWP Prinzip angloamerikanischer Versicherungen.

Vergleichen Sie Ihr Sparbuch mit 0% Rendite p.a. einmal damit:

  • 2,1% Garantieverzinsung p.a. durch renommierte Versicherungen mit AA Rating
  • 3-5% Fondsrendite p.a. zusätzlich durch ausgezeichnete Vermögensverwalter
  • niedrige Risikoklasse 2 von 5
  • volle Kostenrückerstattung aller Kosten während der Laufzeit
  • Kapital liegt im sicheren Sondervermögen und ist gegen Insolvenz geschützt
  • jederzeitige Kapitalentnahmen möglich
  • 50% Steuervorteil (auf den Gewinn) bei Rentenbeginn statt Abgeltungssteuer

Noch Fragen?

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Bitte (k)ein Bit(coin)!

Lohnt sich Investment in Bitcoins oder anderen Kryptowährungen? Die Antwort ist ganz klar: auf keinen Fall!

Der Bitcoin ist überwiegend ist China und Japan zu Hause und wird durch das viel Strom verbrauchende “Mining” auf Großrechnern gewonnen. Der gesamte Bitcoinhandel verbraucht weltweit jeden Tag den gleichen Strom wie eine Großstadt. Der Grund für die hohe Bitcoin Nachfrage liegt aber nicht in seiner Zukunft als (Ersatz-) Währung. Es gibt sehr viele Chinesen die der Landeswährung Yuan nicht trauen und auch Teile ihres Vermögens gerne heimlich ins Ausland transferieren möchten. Was eignet sich für diese “Geldwäsche” besser als der Bitcoin. Der Kontoinhaber ist schlechter identifizierbar als die früheren Inhaber eines Schweizer Nummernkontos. Also schnell noch ein paar Yuan in Bitcoins und anschließend in Euro getauscht. Da kommt kein Finanzamt mehr hinterher. Das Bitcoin Volumen liegt bereits bei über 100 Mrd. Dollar. Aber der Bitcoin hat keinen realistischen Wert, außer den Strom, den seine Herstellung gekostet hat.

Und hier kommen die Probleme:

1.) Die Volatilität: wenn eine Währung wie der Bitcoin heute fast 2700 Dollar kostet und morgen nur noch 2000 Dollar, dann ist nicht nur das Vertrauen in diese Währung sehr schwach und ausschließlich von einigen Profi Zockern abhängig. Auch kann die Wirtschaft mit einer solchen Währung nicht kalkulieren, egal wie transparent sie auch sein mag.

2.) Die Börsen: die Bitcoin Börsen werden oft gehackt und es fehlen danach meistens viele Bitcoins. Zudem gibt es viel zu viele kleine Börsen, die heute eröffnen und nach ein paar Wochen wieder verschwunden sind bzw. insolvent sind.

3.) Die Akzeptanz: auch wenn Japan den Bitcoin akzeptiert, kann diese Regelung jederzeit wieder geändert werden. Bisher gibt es noch keine seriöse Institution, die den Bitcoin akzeptiert. Und das obwohl es ihn schon seit 8 Jahren gibt.

4.) Die Hacker: nichts ist heute leichter als einen Bitcoindiebstahl durchzuführen. Die Häufigkeit dieser einfachen Diebstähle wird noch gewaltig zunehmen, da aufgrund der Anonymität eine sichere Identifizierung der Täter fast nie möglich ist.

5.) Das Schneeballsystem: nur solange das “Mining” noch funktioniert und immer wieder neue Bitcoins nachkommen, ist das System Bitcoin überlebensfähig. Da das aber immer schwieriger wird, haben nur die ersten “Miner” ihre Millionen verdient. Die später Hinzugekommenen haben das Nachsehen ebenso wie die Bitcoin Käufer.

Fazit: Falls man also kein Zocker oder Geldwäscher ist, sollte man die Hände von den Kryptowährungen lassen, auch wenn man bei mittlerweile 3000 Dollar/Bitcoin manchmal den entgangenen Gewinnen vielleicht nachtrauert. Auch ist die Blockchain nur gut für Micropayments, aber dann in einer sicheren Währung wie dem Dollar oder dem Euro.

Nahles Betriebsrentenschwächungsgesetz

Wenn Ex-Gewerkschaftler wie Herr Riester oder die gewerkschaftsnahe Frau Nahles Finanzprodukte entwickeln lassen, dann ist schon aus Erfahrung höchste Vorsicht geboten. Die Riesterrente hat die private Altersvorsorge mit enormer Bürokratie und Kosten überzogen, die Menschen verunsichert und auf keinen Fall zu einer Verbesserung der privaten Rentensituation der Menschen geführt. Nun legt also Frau Nahles bei der betrieblichen Altersvorsorge mit ihrem “Betriebsrentenstärkungsgesetz” (BRSG) ein ähnliches Ei den Unternehmen und ihren Mitarbeitern ins Nest.

Dabei ist die ursprüngliche Absicht meistens gut gewesen. Die Unternehmen klagten über zu hohe Nachschüsse für Rücklagen und den damit verbundenen Haftungen bei vier von fünf Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Der Grund ist die Nullzins EZB Politik der letzten Jahre, die es den Unternehmen (ähnlich wie den Versicherungen) schwer macht, die ursprünglich zugesagten Garantiezinsen auch zu bezahlen. Dabei kann schon heute eine nahezu komplette Haftungsfreistellung für die Unternehmer durch den Durchführungsweg einer Direktversicherung erreicht werden, insbesondere bei einer fondsgebundenen Variante, bei der das Kapital im außerbilanziellen Sondervermögen liegt.

Frau Nahles ging also einer einfachen Rechnung nach. Die Haftung der Unternehmen würde bei ihrem Modell der “Sozialpartnerschaft” mit den Gewerkschaften für zukünftige bAV Verträge entfallen. Im Gegenzug erhalten die Mitarbeiter keinerlei Garantieverzinsung oder Beitragsgarantie und auch die nicht tariflich organisierten Unternehmen müssten sich den Gewerkschaften im Rahmen dieser Kooperation öffnen. Zusätzlich muss der Unternehmer 15% der 20% eingesparten Sozialabgaben in die Arbeitnehmer bAV einzahlen.

Dieses in guten wirtschaftlichen Zeiten erdachte bAV Modell hat nur einen Haken:

Die Sozialpartnerschaft bAV wird die erste bAV mit negativer Betriebsrente in Deutschland werden.

Wer das Prinzip bei fondsgebundenen Rentenversicherungen (FRV) kennt, der weiß das meist die Fonds in guten wirtschaftlichen Zeiten steigen, in schlechten aber wieder fallen. So fielen z.B. im Jahr 2008 die meisten dieser FRVs um zeitweise 50-60%, was bei einer sicheren Altersvorsorge fatal ist. Eine Basiszinsabsicherung muss also sein auch wenn man damit eine mögliche Rendite etwas reduzieren muss. Diese Forderung der CSU konnte sich aber letztendlich nicht in Berlin durchsetzen. So werden die Arbeitnehmer spätestens in schlechteren wirtschaftlichen Zeiten große Verluste verkraften müssen. Wie ihr Arbeitgeber bzw. ihre Gewerkschaft das dann erklären will ist noch nicht geklärt.

Wie sieht also eine sinnvolle bAV aus?

1.) Es ist richtig das ein Unternehmer nicht für die Betriebsrente seiner Mitarbeiter haften sollte. Die EZB Zinspolitik unterliegt ebenso wie die Börsenschwankungen nicht dem Bereich der Einflußsphäre des Unternehmers. Warum sollte er dann dafür haften? Die bAV ist im Grunde lediglich eine Bruttoentgeltumwandlung als Ergänzung zur unzureichenden gesetzlichen Rentenversicherung. Durch die im Vergleich zur privaten Altersvorsorge höheren Monatsbeiträge, den teilweise eingesparten Sozial- und Steuerabgaben sowie insbesondere durch den 20%igen kostenneutralen Arbeitgeberzuschuß wächst das Rentendepot schneller. Die Bürokratie bei einer Direktversicherung kann z.B. durch Nudging zudem auf ein Minimum reduziert werden.

2.) Der Garantiezins ist enorm wichtig. Im Rahmen der angloamerikanischen UWP Produkte wird z.B. ein endfälliger Garantiezins vereinbart. Die Kosten hierfür betragen je nach Größe und Bonität der Versicherung zwischen 0,25 – 1% der Beiträge. Das ist sehr wenig, da dieser endfällige Garantiezins fast nie gebraucht wird, da langfristig gut gemanagte Fonds immer eine bessere Rendite erzielen als der Garantiezins. Es ist also lediglich eine Sicherheit für Börsencrashjahre. Hat z.B. ein Arbeitnehmer eine fondsgebundene bAV 1990 abgeschlossen mit Laufzeit 20 Jahre bis 2010, dann lief bis 2007 noch alles gut. Durch den Börsencrash 2008 hat er aber große Teile seines Rentenvermögens verloren, was er bis zum Rentenbeginn 2010 nicht mehr aufholen kann. In diesem Fall greift dann die endfällige Garantieverzinsung, die ihm für jedes Jahr der Laufzeit eine feste Verzinsung seiner Einzahlungen garantiert.

3.) Es gilt abzuwarten welche Produkte, wieviel Bürokratieaufwand und wieviel damit verbundene Kosten und Renditen die neuen “Sozialpartnerschaft bAV” Produkte bieten. Eine volle Kostenrückerstattung werden sie aber ebenso wenig bieten wie eine gute Vermögensverwalterrendite. Und eine Garantieverzinsung ist von vorneherein ausgeschlossen.

Fazit:

Diese neue Form der bAV wird den Gewerkschaften tiefen Einblick in die nicht tarifgebundenen Unternehmen geben. Unternehmer die sich in der vermeintlichen Hoffnung des Haftungsverzichtes darauf einlassen, werden Probleme haben, ihren Mitarbeitern in einigen Jahren die schlechte Performance ihrer Betriebsrente zu erklären. Dann ist die Unruhe im Unternehmen vorprogrammiert. Wenn dann auch noch die EZB die Zinsen wieder erhöht, dann ärgern sich die auf ihren Verlusten sitzenden Betriebsrentner doppelt. Eine Direktversicherung nach dem angloamerikanischen UWP Prinzip hat diese Probleme nicht. Zumal es diese bAV auch noch über KOSTENEX mit voller Kostenrückerstattung während der Vertragslaufzeit gibt, also quasi eine bAV ohne Kosten. Aber das wäre dann wohl doch zu fortschrittlich gedacht und nicht konservativ deutsch im Sinne von Gewerkschaftsfreundin Nahles.

 

 

Hypothekendarlehen besser endfällig tilgen

Als Reaktion auf die 0% Zinspolitik der EZB und aus Angst vor möglichen Börsenkapriolen haben viele Menschen in den letzten Jahren ihr Geld in Immobilien investiert. Niedrige Zinsen für Hypothekendarlehen taten hier ein Übriges. Doch dürften diese Zinsen bei einer Anschlussfinanzierung in 5, 10 oder 15 Jahren nicht mehr bei 1-2% p.a. effektiv liegen sondern eher bei 4-5% p.a. effektiv. Daher wäre es wünschenswert, möglichst viel bereits zu den derzeit noch günstigen Kreditkonditionen zu tilgen, damit eine Anschlussfinanzierung später erst gar nicht mehr nötig wird.

Ich möchte hier nicht über die Vor- bzw. Nachteile eines solchen Immobilienkaufs aufklären, sondern lediglich über die richtige Tilgung eines solchen Darlehens, wie sie bei Abschluss oder Anschlussfinanzierung mit der Bank vereinbart wird.

Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten:

1.) Die direkte Tilgung bei der kreditgebenden Bank mit einem festgelegten anfänglichen Tilgungssatz zwischen üblicherweise 1-5%

2.) Die endfällige Tilgung über den Umweg einer Lebens- oder Rentenversicherung, die man dann an die kreditgebende Bank sozusagen als Pfand abtritt, bis das Darlehen abbezahlt ist

Hier möchte ich einmal mit einer Musterberechnung erklären, warum ich die endfällige Tilgung empfehle, sofern diese einen garantierten Mindestzins von mindestens 0,7% nach Abzug aller Kosten erwirtschaftet.

Beispiel: Hypothekendarlehen 450.000 Euro, 15 Jahre Laufzeit, 1,92% effektiver Kreditzins, Monatliche Kreditrate 2000 Euro

Die Kreditaufnahme inkl. der anfallenden Zinsen über 15 Jahre beträgt hier also 578.677 Euro.

1.) Bei regulärer monatlicher Tilgung direkt bei der Bank verbleibt nach 15 Jahren eine Restschuld von 182.073 Euro

2.) Bei endfälliger Tilgung über eine von KOSTENEX angebotene fondsgebundene Rentenversicherung nach dem UWP (unitised with Profits) Prinzip mit natürlich voller Kostenrückerstattung (!), sieht das Ganze komplett anders aus. UWP kommt aus dem angloamerikanischen Raum und bedeutet eine endfällige feste Zinsgarantie über die gesamte Laufzeit und zusätzlich mögliche Gewinne aus Fonds- bzw. Vermögensverwaltererträgen. Da diese Produkte nicht nur eine sog. Beitragsgarantie (also 0% Zinsen wie bei Konkurrenzprodukten) beinhalten, sondern eine echte Verzinsung, sind sie auch bei den Banken im Rahmen eines Sicherheitentausches sehr beliebt. Diese Produkte beinhalten  immer einen, zu Vertragsbeginn festgelegten Mindestzinssatz von 1,0% p.a. und einen jährlich neu festzulegenden aktuellen Zinssatz, der sich letztendlich nach dem amerikanischen Notenbankzinssatz richtet. Dieser aktuelle Zinssatz beträgt derzeit 2,1% p.a. und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren noch deutlich steigen. Obendrauf bekommt man dann noch eine (natürlich nicht garantierte) Fonds- bzw. Vermögensverwalterrendite. Diese kann auch in einer niedrigen Risikoklasse bei den von KOSTENEX empfohlenen Produkten 10% p.a. (über die letzten 5 Jahre) bzw. 6% p.a. (seit 2006) betragen.

Das Ergebnis:

1.) Im “worst case” bei nur 1% p.a. Verzinsung: Restschuld um 21.738 Euro höherer bei 203.811 Euro

2.) Unter Beibehaltung der aktuellen Verzinsung von 2,1% p.a.: Restschuld 166.325 Euro (also ein zusätzlicher Gewinn von 15.748 Euro)

3.) Bei einer Fondsrendite von 6% p.a. (wie seit 2006): Restschuld 35.046 Euro (also ein zusätzlicher Gewinn von 147.027 Euro)

Also fast 150.000 Euro mehr bei einem Hypothekendarlehen von 450.000 Euro!

(bei 10% p.a. wie in letzten 5 guten Börsenjahren wären es sogar 362.110 Euro mehr!)

Fazit:

Vor jedem Neuabschluss eines Hypothekendarlehens oder jeder Anschlussfinanzierung bestehen Sie bei Ihrer kreditgebenden Bank auf einer endfälligen Tilgung durch eine UWP Produkt von KOSTENEX. Sollte Ihre Bank Ihnen darauf hin schlechtere Zinskonditionen anbieten oder die endfällige Tilgung mit einem hausfremden Produkt ablehnen, können wir Ihnen gerne zahlreiche renommierte deutsche Banken mit sehr guten Zinskonditionen kostenlos weiterempfehlen.

Die Kosten der privaten Rentenversicherung

Eine zusätzliche private Altersvorsorge ist aufgrund der zu erwartenden gesetzlichen Rente, die meist nur 1/3 der benötigten Rente ausmacht, heutzutage ein absolutes Muss. Das ist unbestritten. Ob man allerdings eine betriebliche Altersvorsorge (bAV), eine Riester- oder Rürup Rente oder eine private Rentenversicherung wählt. Es läuft in Deutschland zu 90% auf die klassischen zwei Zielinvestments raus:

1.) Die rein festverzinsliche (klassische) Rentenversicherung: die garantierte Verzinsung beträgt seit 2017 hier nur 0,9% p.a. (vor Kostenabzug!). Die oftmals versprochenen Überschüsse der Versicherungen tendieren aber gegen Null, so das man froh sein kann, wenn man wenigstens am Ende seine eingezahlten Beiträge wieder sieht. Zudem ist der o.g. Zinssatz während der gesamten Laufzeit fix. Wenn also irgendwann die EZB die Zinssätze erhöht, bleibt dem Kunden nur die Möglichkeit den Vertrag (meist unter Verlusten) zu kündigen.

2.) Die fondsgebundene Rentenversicherung (FRV): Diese, derzeit beliebteste Anlageform, ist die einzige Möglichkeit noch jährliche Renditen von 3-5% zu erwirtschaften, was in der Regel durch den beigefügten Aktienanteil geschieht. Es gibt aber auch viele Nachteile: keine Kapital- bzw. Zinsgarantie (es sind also Verluste bis zu 60% wie im Jahr 2008 möglich, und zwar auf das gesamte angesparte Kapital); Fondschließungen können zu Verlusten führen und wenn man sich nicht laufend selbst um die richtige Fondsauswahl kümmert sind meist dauerhaft Verluste garantiert  und dann kommen auch noch die hohen Kosten dazu!

Wer jetzt aber denkt, das die hohen Kosten der FRV für eine klassische Rentenversicherung sprechen, der sollte mal die folgenden, an der täglichen Praxis ausgerichteten, Kostenmodelle sich anschauen:

Beide Beispiele gehen von einer monatlichen Sparrate von 250 Euro aus, mit 5% jährlicher Dynamik (Beitragserhöhung) und 30 Jahren Laufzeit. Der insgesamt eingezahlte Beitrag ist also 200.000 Euro in beiden Fällen.

Bei der klassischen Rentenversicherung wird eine Rendite von 1% p.a. unterstellt, bei der FRV eine Rendite von 4% p.a.

–     jährliche Fondsverwaltungsgebühr (TER) von 1,5% auf den Depotwert: 40.000 Euro

–     das 5% Agio (bzw. der Ausgabeaufschlag) welches beim Kauf jedes Fondsanteiles anfällt: 10.000 Euro

–   jede Wertentwicklung des Fonds um 1% p.a. erhöht den Depotwert und damit die jährliche Fondsverwaltungsgebühr (TER). Bei 4% p.a.  sind das Zusatzkosten von 25.000 Euro

– jetzt kommen noch die Abschlusskosten, Provisionen, Honorare und Kosten des Versicherungsunternehmens hinzu: dies liegen je nach Anbieter zwischen 5% und 15% der einbezahlten Beiträge. Wenn man hier von niedrigen 7,5% ausgeht, sind das auch schon 15.000 Euro. Diese Kosten fallen auch bei Abschluss einer klassischen Rentenversicherung an!

Ergebnis:

1.) Die fondsgebundene Rentenversicherung: 90.000 Euro Kosten (45%!) bei eingezahlten 200.000 Euro! Bei einer Rendite von 4% p.a. wäre der Gewinn nach 30 Jahren 40.000 Euro, also 330.000 abzüglich der 90.000 Euro Kosten.

2.) Die klassische Rentenversicherung: hier fallen nur 15.000 Euro Kosten an, bei 1% p.a. liegt aber der Gewinn am Ende trotzdem nur bei 10.000 Euro (225.000 Euro abzüglich 15.000 Euro Kosten)

Diese Beispielrechnung gilt für die absolute Mehrheit der sich aktuell im Umlauf befindlichen Altersvorsorgeverträge. Es gibt auch Modelle, bei denen das Agio teilweise ganz entfällt und z.B. durch eine höhere jährliche Verwaltungsgebühr (TER) kompensiert wird. Auch liegen z.B. ETFs mit jährlichen Gesamtkosten von ca. 1% p.a. günstiger. Hier ist allerdings der Kunde der Fondsmanager. Zudem empfehle ich den ETF Kauf nur Kunden, die einmal den kompletten Emissionsprospekt eines ETFs gelesen und inklusive der unzähligen Risikohinweise auch verstanden haben. Das dürften die aller wenigsten ETF Besitzer sein.

KOSTENEX empfiehlt daher:

Die angloamerikanische Kombination aus endfälligem Garantiezins (der Zins soll als Sicherheit dort greifen wo er wirklich benötigt wird) und einer fondsgebundenen Rentenversicherung (FRV) heißt UWP (unitised with Profits). Das Zielinvestment sind Vermögensverwaltungen oder Fonds mit langfristigen Renditen von 5-7% p.a. in einer niedrigen Risikoklasse und liegen im absolut sicheren Sondervermögen ähnlich wie ein Bankdepot.

Um die Kosten in den Griff zu bekommen, empfiehlt KOSTENEX daher ausschließlich Kapitalanlageprodukte mit einer vollständigen Kostenrückerstattung aller entstandenen Kosten als festen Vertragsbestandteil der Versicherungspolice

Gute Vermögensverwalter bzw. Fondsmanager kosten immer Geld, ebenso wie gute Berater oder Versicherungsunternehmen. Bei langfristigen Verträgen ab 10 Jahren Laufzeit können diese Kosten aber komplett wieder an den Kunden zurück fließen, in Form von jährlichen oder einmaligen Fondsanteilsgutschriften. So geht moderne Altersvorsorge, egal ob sie eine private oder betriebliche Variante wählen.

Armutsrente trifft 50% der Deutschen

Sind Schlagzeilen wie diese nur Polemik im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes 2017 oder unterschätzt die deutsche Bevölkerung tatsächlich die Problematik, die durch die 0% Zinspolitik der EZB und viele weitere Faktoren ausgelöst wurde.

Ich möchte hier einmal einige Fakten anführen, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann, wie es um seine/ihre finanzielle Zukunft steht:

1.) Die Nettoeinkommensentwicklung der erwerbstätigen Bevölkerung in Deutschland (das “Nettoreal” also das Nettoeinkommen abzüglich der Inflationsrate) der letzten 23 Jahre, also von 1993 bis 2015, ist jährlich im Durchschnitt um 0,5% gesunken. Und dies obwohl die Bruttolöhne teilweise deutlich stärker gestiegen sind (in manchen Jahren sogar um bis zu 4,3%), wurde durch Steuern und Sozialabgaben den Menschen fast alles wieder weggenommen. (www.sozialpolitik-aktuell.de)

2.) Die durchschnittliche Inflationsrate der letzten 23 Jahre war mit 1,65% p.a. zudem extrem niedrig. Sie wird in den nächsten fünf Jahren auf deutlich über 3-4% p.a. anziehen, weil die USA weiter die Zinsen erhöhen werden und die EZB damit in Probleme kommt.

3.) Obwohl die Menschen in den letzten 23 Jahren jedes Jahr gearbeitet haben, bekommen sie jedes Jahr 0,5% weniger für ihre Arbeit. Wie soll das auf Dauer gut gehen?

4.) Hinzu kommt das seit 2009, also seit 7 Jahren, die Verzinsung für Sparguthaben bei Banken und Versicherungen unterhalb der o.g. Inflationsrate liegt. Hier erfolgt eine schleichende Enteignung der deutschen Sparer zugunsten der europäischen Staatshaushalte einschließlich derer Deutschlands, die ihre Staatsausgaben nicht reformieren bzw. senken wollen. Daher stecken die meisten Deutschen ihr Geld lieber in den Konsum oder in überteuerte Immobilien, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können. Die Angst vor der Zukunft wächst aber mit jedem Tag und man kann sie auch nicht mit dem Berauschen an Konsumprodukten verjagen.

5.)Das statistische Bundesamt hat in den neuesten Zahlen (von 2014) festgestellt, das jemand der heute in Rente geht und 38 Jahre lang mindestens 2330 Euro brutto verdient hat, eine gesetzliche Rente von 800 Euro bekommt. Dies wird von der Politik als Grundsicherungsbedarf bezeichnet. Wie man davon wirklich leben soll… ein Rätsel. Das Problem ist aber, das von 37 Mio. Beschäftigten rund 20 Mio. gar nicht die o.g. Zahlen erreichen. Ihre gesetzliche Rente liegt also zwischen 0 – 800 Euro. Eine Katastrophe.

6.) Die Statistik des statistischen Bundesamtes von 2015 zur sog. materiellen Entbehrung zeigen, das schon heute 30% aller Erwerbstätigen in Probleme kommen, wenn sie unerwartet eine Summe von lediglich 1000 Euro aufbringen müssen. 1,3 Mio. Menschen können schon heute in Deutschland trotz Arbeit ihre Wohnung nicht mehr heizen. 1,7 Mio. Menschen haben nicht genug Einkommen um zumindest wenigstens jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu sich zu nehmen.

7.) Trotz des aktuellen Börsenbooms in Deutschland und den USA profitieren in Deutschland lediglich eine Minderheit von ca. 13% der Bevölkerung davon. Alle Anderen glauben noch immer an Sparbücher, Bausparer, Lebensversicherungen oder Immobilien und verlieren jedes Jahr viel Geld damit. Die Immobilienbesitzer sind derzeit meist extrem von ihrer Entscheidung überzeugt und ignorieren alle Fakten und Warnungen. Es ging ja in den letzten Jahren immer alles gut mit Immobilien, oder? Ein von Bundesbank, IWF und unzähligen renommierten Experten vorhergesagter Korrekturbedarf von 20-25% ist in ihren Augen natürlich Unsinn. Auch der Verlust von ca. 10% beim Kauf der Immobilie durch Notar, Grunderwerbssteuer etc. alles Quatsch. Würde die gekaufte Aktie aber sofort um 10% fallen… na klar… die Spekulanten wären Schuld. Viele Immobilienbesitzer haben noch nie ein ganz normales “worst case” Szenario durchdacht. Was passiert wenn die Wirtschaft einbricht (Immobilien sind extrem von Wirtschaft und Arbeitsmarkt abhängig und bergen immer ein sog. Klumpenrisiko)? Was passiert wenn der Hauptverdiener und Ratentilger des Hypothekendarlehens plötzlich arbeitslos oder krank oder berufsunfähig wird? Viele legen noch nicht einmal die monatlichen 0,1% für die Instandhaltung der Immobilie auf die Seite (Bsp. Immobilienwert 300 Tsd. Euro = 300 Euro monatliche Sparrate nur für Instandhaltung bzw. 3600 Euro/Jahr). Auch hier stehen in den nächsten Jahren viele private Katastrophen und Privatinsolvenzen an.

Was KOSTENEX empfiehlt, damit es eben nicht zur Katastrophe kommt:

1.) Sobald man einen Berufs-/Studienabschluss hat: Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen zum Erhalt der eigenen Arbeitskraft und ggf. eine bestehende Unfallversicherung stornieren.

2.) Nach Ende der ersten Probezeit kontinuierlich 10% des Nettoeinkommens in die Altersvorsorge investieren und nicht verkonsumieren. Eine betriebliche Altersvorsorge mit mindestens 20% Arbeitgeberzuschuss und natürlich voller Kostenrückerstattung über KOSTENEX ist hier immer eine gute Wahl. Wichtig ist auch das Zielinvestment: eine niedrige Risikoklasse (z.B. 3 von 7) mit ca. 40-50% Aktienanteil, den Rest festverzinslich anlegen.

3.) Wenn sie aus psychologischen Gründen (es gibt heutzutage keinen einzigen Renditegrund, der noch für den Kauf einer Immobilie spricht!!) für ihre Familie eine Immobilie kaufen wollen, dann sollten sie zuerst ca. 30-40% des Kaufpreises angespart haben. Dies gilt auch unabhängig von der aktuellen Zinslage. Diese 30-40% sollten maximal die Hälfte ihres gesamten liquiden Vermögens ausmachen, damit sie in schwierigeren Zeiten ihre Immobilie nicht an ihre kreditfinanzierende Bank verlieren.

Rückfragen hierzu beantworte ich gerne unter dr.friedrich@kostenex.de

 

Deutschland verarmt dank Immobilien, Sparbüchern und Lebensversicherungen

Die durchschnittliche Rendite, die man in Deutschland in den nächsten fünf Jahren mit Immobilien, Sparbüchern oder Lebensversicherungen erzielen kann liegt nach Abzug aller Kosten definitiv im negativen Bereich.

Auf der anderen Seite erzielen deutsche Aktien Rekordstände (derzeitiger DAX Stand 11.000 Punkte), obwohl deutsche Aktien noch immer unterbewertet sind. In den USA erzielt der Dow Jones Index fast täglich neue Allzeithochs von über 19.000 Punkten, dank einem wirtschaftsfreundlichen Präsidenten Trump. Hiervon profitieren vor allem angloamerikanische Pensionsfonds und internationale Investoren, aber nicht die deutschen Privatkunden und auch nicht die deutschen Rentenversicherungssysteme.

Mit Aktien kann man derzeit problemlos zweistellige Renditen (positive, nicht negative!) auch in niedrigen Risikoklassen erzielen. Allerdings halten derzeit nur 13,8% der Deutschen Aktien oder Fonds. Im Jahr 2000 waren es noch 20%, aber hier hat die Deutsche Telekom mit falschen Versprechen den Aktionären einen großen Schaden zugefügt, was zu großer Verunsicherung führte.

Diese konservative deutsche Investitionstätigkeit wird langfristig in eine steigende Anzahl von Privatinsolvenzen und zu einer Altersarmut für weite Bevölkerungsteile führen. Die Ursache hierfür heißt mangelnde Anpassungsfähigkeit an neue Märkte und Investments, gepaart mit einer extremen Bürokratie und Regulierungswut sowie einem blinden Vertrauen auf die Politik.

Lebensversicherungen hatten in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik einen wichtigen Stellenwert, galten als sicher, unbürokratisch, leicht zu verstehen und gut verzinst. In den letzten 20 Jahren ist daraus allerdings genau das Gegenteil geworden, weshalb diese Ladenhüter auch heute nur noch armen Riester Rentnern angedreht werden können. Wer heute noch eine Lebensversicherung abschließt hat nur noch eine Garantie: das er sicher mehr einzahlt als er nach Abzug aller Kosten jemals wiedersehen wird.

Sparbücher mit guter Verzinsung bei einer sicheren Bank. Wie schön und einfach war das früher. Eine wirklich sichere Bank gibt es trotz aller Regulierung und (mittlerweile deutlich reduzierten) Einlagensicherungsfonds in ganz Europa nicht mehr. Zudem bleibt es bei 0% Zinsen, da Länder wie Italien oder Griechenland von einer Krise in die nächste stolpern. Seit Sparer bei Banken nicht mehr willkommen sind, da diese für die Spareinlagen mittlerweile Strafzinsen an die EZB  bezahlen müssen, werden sie zur “Belohnung” auch noch mit hohen Gebühren belastet. Trotzdem halten viele Deutsche krampfhaft an ihrem heißgeliebten Sparbuch fest, entgegen jedweder Logik.

Immobilien sollten es richten, da die Kredite günstig sind und das Sparbuch nicht mehr lohnt. Doch wie sieht es damit aus wenn die deutsche Wirtschaft in den nächsten Jahren stark nachlässt, wenn man arbeitslos wird oder zu deutlich höheren Zinsen eines Tages umschulden muss? Solche klassischen “worst case” Szenarien wollte kein Immobilienkäufer hören, zu verlockend klang das Angebot auch ohne ausreichendes Einkommen nur aufgrund niedriger Zinsen in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Renommierte Studien wie z.B. von der UBS kommen aktuell zu einer 25%igen Überbewertung deutscher Immobilien. Was heißt das?

Ihre Immobilie kostete inkl. aller Kosten z.B. 400.000 Euro. Davon haben Sie 20% (80.000 Euro) selbst angezahlt, den Rest finanziert. Dabei haben Sie im Rahmen ihres Hypothekendarlehens ihre Immobilie als Pfand hinterlegt (seit März 2016 gibt es viel strengere Gesetze was noch als “Pfand” anerkannt werden darf!). Fällt jetzt der Marktwert der Immobilie um 25% auf 300.000 Euro, ist nicht nur ihre Anzahlung von 80.000 Euro weg. Die Bank muss von Ihnen zusätzliche Sicherheiten nachfordern, sonst ist sie gesetzlich verpflichtet ihnen ihren Kredit zu kündigen und ihre Immobilie zu “verwerten”. Dies bedeutet für viele einstige Immobilienbesitzer die Privatinsolvenz und einen geplatzten Traum vom Eigenheim.

Damit es nicht soweit kommt und sie ihre Immobilie noch rechtzeitig verkaufen können bzw. erst gar nicht kaufen, hier eine kurze Checkliste:

1.) Die selbst bewohnte Immobilie darf auf keinen Fall mehr als 30% des gesamten angelegten Vermögens ausmachen

2.) Bisher galten 25-30% Eigenanteil für den Immobilienerwerb. Aufgrund neuer Vorschriften seit März 2016 sollte hier eher mit 40% gerechnet werden. Immobilienfinanzierungen zu 80-100% dagegen scheitern zu über 90%.

3.) Eine wirtschaftliche Abkühlung wird ab Mitte 2017 einsetzen. Wie ist ihr Immobiliendarlehen bei Arbeitslosigkeit abgesichert?

4.) Eine Immobilie beinhaltet immer ein sog. Klumpenrisiko welches eng mit der wirtschaftlichen Lage eines Landes verbunden ist. So wie niemand sein ganzen Vermögen in eine einzelne Aktie investieren würde, so darf man es auch nicht nur in Immobilien stecken. 60% des Vermögens müssen in Aktien, Anleihen und ggf. Fonds investiert sein und 10% in physisches Gold und Cash.

5.) Eine ausreichende Rente ist ebenso wie eine gute Kapitalanlage nur durch den Zinseszinseffekt möglich. Dieser sollte mindestens 3-4% pro Jahr betragen. Bei einer Verzinsung von 0% kann man von verlorenen Jahren sprechen. Je mehr man davon im Leben hat, umso bitterer wird am Ende die Wahrheit.

6.) Im Internetzeitalter kann man mit den Ratschlägen von Oma und Opa bzgl. Sparbuch, Bausparvertrag, Lebensversicherung oder Immobilie nicht mehr zurecht kommen. Diese Zeiten sind endgültig vorbei. In der heutigen Zeit muss man sich z.B. mit Robo Advisoren, ETFs, Vermögensverwaltern und ggf. Derivaten auskennen. Wer hier beratungsresistent ist oder sich damit nicht auskennt wird klar das Nachsehen haben.

Deutsche Bank: Arroganz aus Leidenschaft

Die EU fordert 13 Mrd. Euro Steuernachzahlung von Apple. Prompt forderte die USA 14 Mrd. Dollar Strafe von der Deutschen Bank. Nachdem Frau Merkel klarstellen musste, das seit der Zypernkrise keine Bank mehr auf Staatskosten gerettet werden darf, wurde der politische Draht zwischen Berlin und Washington bemüht. Seither steht lediglich eine Strafzahlung von etwas über 5 Mrd. Dollar im Raum. Mal sehen ob die Apple Steuernachzahlung also letztlich noch über 3 Mrd. Euro hinausgehen wird.

Da die Rücklagen bei der derzeit in 6000 Gerichtsverfahren weltweit verstrickten Deutschen Bank nur 6 Mrd. Euro betragen, wäre eine Insolvenz nahezu sicher bei einer einzigen Forderung über 14 Mrd. Dollar. Verdient hätte es die Deutsche Bank ebenso wie ihre treudoofen Kunden.

Wenn eine Bank über bald zwei Jahrzehnte überwiegend durch die Arroganz ihrer Mitarbeiter auffällt, dazu noch jedes (illegale) Fettnäpfchen sich zu Eigen macht, dann wäre eine Insolvenz die logische Folge. Vom Werbeslogan “Leistung aus Leidenschaft” war diese Bank schon immer weit entfernt. Die ersten Plätze hatte sie nur bei hohen Gebühren inne. Auch heute zahlt der Kunde z.B. 9 Cent pro SMS TAN, was schon seit Jahren selbst bei kleinen Onlinebanken gratis ist. Hinzu kommen die höchsten Kontoführungsgebühren der Branche für ein veraltetes und stark pannenanfälliges Kontenmanagementsystem. Von den meist zweistelligen Dispozinsen mal ganz zu schweigen. Bankberater die sich nur dann melden, wenn mal wieder Verkaufsdruck ansteht, sind die Regel. Sonst sind sie die nach wie vor sehr eingebildeten Damen und Herren nie erreichbar. Ein Systemwechsel, bei dem mal endlich der Kunde und seine Wünsche im Mittelpunkt stehen hat trotz gegenteiliger Bekundungen des CEO bisher nie stattgefunden. Mittlerweile steht nicht nur das Privatkundengeschäft miserabel dar. Man fragt sich auch, wieviel an dem einstmals so erfolgreichen Investmentbanking Geschäften wohl am Ende eigentlich legal war. Es drängt sich stark der Eindruck auf, das der Deutsche Bank Kunde mittlerweile nur deshalb so extrem hohe Gebühren zahlen muss, damit die teuren Rechtsanwaltskosten seiner Hausbank bezahlt werden können. Manchem treuen Kunden würde wohl der Espresso im Halse stecken bleiben, wenn er wüsste das dieser ihn 1000 Euro kostet.

Ob die Deutsche Bank überleben wird ist nach wie vor mehr als fraglich. Dies geht nur mit einem Verkauf der Postbank z.B. an die Commerzbank, selbst mit einem Verlust von ca. 2 Mrd. Euro. Ein Austritt aus dem Bankentarifvertrag wäre ein nächster Schritt um die hochbezahlten Nieten in Nadelstreifen einmal einzubremsen. Danach sollte sich die Deutsche Bank nur noch auf Privat- und Geschäftskunden mit einem Jahreseinkommen von über 80.000 Euro spezialisieren. Hier kann man höhere Gebühren verlangen, doch muss auch die Leistung dann Weltspitze sein insbesondere in den Bereichen Vermögensverwaltung und Investmentbanking. Eine Entlassungswelle und das Schließen bzw. der Verkauf von 70% der Filialen ist unvermeidbar. Normale Bankgeschäfte können heute nur noch online günstig und effektiv abgewickelt werden. Falls man einen Berater telefonisch braucht, sollte dieser sofort erreichbar sein und am besten nicht ständig wechseln. Bei so hohen Gebühren hat niemand Interesse in einer Callcenter Warteschleife zu hängen. Dann kann auch eine Deutsche Bank mal endlich bei Kundenzufriedenheitsumfragen auf den vorderen Plätzen landen.

Bis dahin gilt: Hände weg von Guthabenkonten bei dieser Bank. Keine Sparbücher, Aktien, Anleihen oder Genussrechte an dieser Bank halten. Bei Krediten muss man damit rechnen, das ein potentieller Insolvenzverwalter diese sofort zur Rückzahlung des Gesamtbetrages auffordert. Betroffen sind auch 100%ige Tochterunternehmen wie der ETF Emittent db x-trackers. DWS Fonds kann man dagegen bei guter Performance halten, wenn einen die hohen Gebühren für TER und Spread nicht stören. Die Anlagewerte liegen hier ebenso wie bei Deutsche Bank Depots im geschützten Sondervermögen. Im Falle einer Bankinsolvenz ist aber auch hier mit viel Bürokratieaufwand zu rechnen. Aber immer noch besser als das Geld auf seinem Sparbuch oder Girokonto abzuschreiben, da bei einer Großbankinsolvenz der mickrige Privatbankenrettungsfonds mit ca. 6 Mrd. Euro Einlagen wohl noch nicht einmal die Kunden bis 100.000 Euro einigermaßen bedienen könnte.

120.000 Euro richtig anlegen!

Wer 120.000 Euro und mehr zur Kapitalanlage zur freien Verfügung hat, der sollte sich doch eigentlich glücklich schätzen, oder? Doch bei den meisten Anlegern überwiegt derzeit die Frustration.

1.) Die Banken verlangen immer öfter Strafzinsen, getarnt als “Verwahrungsgebühr”. Selbst bei Sonderkonditionen werden oft nicht mehr als 1% vor Steuern erzielt

2.) Die Einlagensicherung wird immer öfter auf nur noch 100.000 Euro begrenzt und eine Staatshaftung ist spätestens seit der Zypernkrise vom Tisch

3.) Immer mehr Banken geraten wie z.B. die einstmals renommierte Deutsche Bank in Liquiditätsprobleme und bieten keinen sicheren Hafen mehr für ihre Kunden

4.) Die Immobilienrendite für Kapitalanleger fällt in immer mehr Großstädten unter die Marke von 0% p.a., was aus Rentabilitätsgründen zu immer mehr Verkäufen führt und auch die selbst genutzten Wohnimmobilien unter Druck bringt

5.) Die Versicherungsunternehmen wollen ab 2017 nur noch 0,9% Zins p.a. vor Kostenabzug (!) garantieren, was mit Sicherheit zu negativen Renditen bei der Altersvorsorge führen muss

6.) Der ETF Markt wird immer überhitzter und riskanter und steuert zielsicher auf eine Blasenbildung hin

Da wir weltweit die Märkte ständig beobachten, sind wir auch nicht von der EZB oder lokalen Immobilienmärkten abhängig. Wir suchen aber ständig nach Vermögensverwaltern, die eine niedrige Risikoklasse (z.B. 2-3 von 5) anbieten, eine gewisse Größe (z.B. ab 6 Mrd. Euro Asset) haben, weisungsunabhängig arbeiten und eine überdurchschnittliche Performance über 3, 5 und 10 Jahre erzielen. Durch Kombination dieser Vermögensverwalter mit renommierten Versicherungsunternehmen können wir zudem noch eine endfällige Garantieverzinsung in Euro nach dem amerikanischen (!) Notenbankzins anbieten in Höhe von über 2% p.a. sowie eine Kostenrückerstattung aller mit der Kapitalanlage verbundenen Kosten wie z.B. Agio, Spread oder der jährlichen Fondsverwaltungskosten. Dies gilt für Sparpläne ab 100 Euro ebenso wie für Kapitalanlagen ab 25.000 Euro.

Was wir Ihnen bieten können:

1.) Vermögensverwalterrendite in Risikoklasse 2 von 5 (Stand 30.6.2016, also nach dem Brexit):

      1 Jahr: +3,7%    3 Jahre: + 9,0% p.a.   5 Jahre + 9,5 % p.a.

2.) Zusätzlich zur Absicherung eine endfällige Garantieverzinsung von derzeit 2,1% p.a.

      (die Zinsen passen sich jährlich an den Zinssatz der amerikanischen Notenbank an, was in den

       kommenden Jahren sicherlich zu höheren Zinssätzen führen wird)

3.) Volle Kostenrückerstattung aller Kosten bei Einmalanlagen nach 10 Jahren, bei Ratensparverträgen in

      jährlichen Raten beginnend ab dem 5. Versicherungsjahr

4.) Höchste Sicherheit durch extrabilanzielles Sondervermögen (ähnlich einem Bankdepot)

5.) Jederzeitige Verfügbarkeit binnen 14 Tagen

Bei Interesse schreiben Sie uns eine kurze Email mit Ihren Kapitalanlagewünschen an:

dr.friedrich@kostenex.de